„Rittergeschichte mit Gespenst“ – als solche könnte man Heinrich von Kleists Erzählung „Das Bettelweib von Locarno“ bezeichnen. Dass in der kaum 1000 Wörter starken Geschichte mehr steckt, musste nicht erst die Legion von Wissenschaftlern zeigen, die sich im Laufe der letzten 200 Jahre mit dem Text auseinandersetzten. Wie hat Kleist so viel Bedeutung in so wenig Text legen können?